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Quelle: comtrade.un.ua

Die Ukraine ist ein Nettoimporteur; Deutschland ist einer der führenden Nettoexporteure. In Deutschland überwiegen Industrieexporte und Grundstoffimporte. Dagegen dominieren Rohstoff- und Agrarexporte sowie Energieträger- und Industrieimporte den Außenhandel der Ukraine. Der relativ geringe Inlandsverbrauch und das hohe Exportpotential führen in Deutschland zu einem signifikanten Handelsüberschuss. Die Handelsbilanz der Ukraine war dagegen in den letzten Jahren negativ. 2012 wurde mit einem Defizit von 16 Mrd. USD ein Tiefpunkt erreicht. Grund ist die niedrige Wettbewerbsfähigkeit ukrainischer Waren auf den internationalen Märkten.

Der Gesamtaußenhandel Deutschlands und somit auch die Handelsbilanz entwickelten sich, abgesehen von der Krise 2008, ziemlich stabil auf hohem Niveau. In der Ukraine ist der Außenhandel seit 2012 (153 Mrd. USD) bis 2016 um fast 54% eingebrochen. Eine wesentliche Ursache ist die Verteuerung der Importe aufgrund der Griwna-Abwertung. Da die Importe schneller sinken als die Exporte erscheint die Handelsbilanz gegenwärtig fast ausgeglichen.

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